Bauchspeicheldrüse
Gesunderhaltung, Verdauung und exokrine Pankreasinsuffizienz
Das Pankreas bildet Verdauungsenzyme und Hormone für die Blutzuckerregulation. Ernährung muss zwischen gesunder Funktion, Pankreatitis und EPI klar unterscheiden.
Nicht jede Pankreaserkrankung braucht dieselbe Fütterung.
Bei Pankreatitis steht häufig die Fettverträglichkeit im Vordergrund. Bei EPI ist dagegen der Ersatz fehlender Enzyme zentral.
Exokrine FunktionVerdauungsenzyme spalten Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate.
Endokrine FunktionInsulin und Glukagon regulieren den Blutzucker.
KörpergewichtEin schlanker Körperzustand unterstützt die Stoffwechselgesundheit.
DarmverbindungVerdauung, Mikrobiom und Pankreasfunktion beeinflussen sich gegenseitig.
Gesunderhaltung
- bedarfsgerechte Energiezufuhr
- regelmäßige Bewegung
- hochwertige, gut verdauliche Proteinquellen
- gleichmäßige, individuell passende Fettzufuhr
- keine abrupten sehr fettreichen Mahlzeiten
- moderate, verträgliche Stärkemengen
- stabile Darmgesundheit
Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)
Bei EPI produziert die Bauchspeicheldrüse zu wenig Verdauungsenzyme. Die Therapie zielt daher in der Regel auf den konsequenten Enzymersatz zu jeder Mahlzeit und eine gut verdauliche, bedarfsdeckende Ration.
- Enzyme konsequent zu jeder Mahlzeit
- mehrere gut verträgliche Portionen
- Fettmenge individuell statt pauschal extrem niedrig
- Gewicht und Kotqualität kontrollieren
- Cobalaminstatus (Vitamin B12) prüfen
Mythos oder Fakt?
„Fett ist grundsätzlich schlecht für die Bauchspeicheldrüse.“So pauschal ist das nicht richtig. Bei akuter oder chronischer Pankreatitis kann Fettanpassung entscheidend sein. Bei EPI vertragen viele Hunde mit passendem Enzymersatz normale oder moderat angepasste Fettmengen.
Fazit
Diagnose vor Diät.
Die passende Ernährung hängt davon ab, ob Entzündung, EPI, Diabetes oder eine andere Störung vorliegt.